Presse

2015

Brigitte Werneburg, taz.de, über "ROLLIN BEAMISH + NAO NISHIHARA - abgrundtief"

 

2014

Germán Rodriguez Espinosa in "Hispanovisión"
über
Vanessa FarfánVANESSA FARFÁN "Parallele Entitäten" (dt/esp)

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Spanish.China.Org.CN (by Eva Yu)
de
VF VANESSA FARFÁN enChina 

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Artikel über JOSÉPHINE KAEPPELIN's Ausstellung
im "Espace International du CEAAC", Strasbourg

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Deutsche Welle (esp)
"Artista analiza diferencias entre Berlín y Ciudad de México" de Eva Usi
sobre
VF
VANESSA FARFÁN 

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"Am Kreuz" über JOSÉ NOGUERO 
Tagesspiegel (Nr. 21 994/Sonnabend, 22. März 2014)
Autor: MICHAEL NUNGESSER (Click to read)

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2013

 

Positive Magazin
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Ivan Abreu interviewed by Nathalie Volcouve

 

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 24horas
“Tornado” mexicano llega en Berlín - IVÁN ABREU artista y programador, muestra su instalación en la galería Greusslich Contemporary.

 

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Goza Zaragoza
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El artista aragonés José Noguero en la Universidad de Zaragoza

 

 

 

Am Kreuz
Greusslich Contemporary:
Malerei von Jose Noguero

„Flämische Landschaften“ verheißt der Titel der Ausstellung, ungewohnt für die Schau eines zeitgenössischen Künstlers. Die Bilder lösen dann aber keineswegs in unmittelbarer Form die Erwartungen ein: freie Farbkompositionen in Öl auf Leinwand, anmutige, vielschichtige, geheimnisvolle Ansichten von etwas, das nicht einfach zu fassen ist, Landschaftliches assoziieren lässt, dem Blick aber keine Ruhepunkte vermittelt. Die Faszination beruht auf der Offenheit oder dem ungewöhnlichen Gleichgewicht zwischen gegenständlichen und abstrakten Partien.

Nur drei Gemälde (Preise: 6500 oder 13000 Euro) hängen an den Wänden der kleinen, noch jungen Galerie im dritten Stock eines denkmalgeschützten Wohnbauensembles. Drei  Bilder mit ungewöhnlichen Titeln  wie "Dysprosium"  oder "Ytterbium /Crucifixion". Aber auch das kann genügen, um Schaulust auszulösen und einen Eindruck zu vermitteln von der künstlerischen Praxis, deren Komplexität nur angedeutet wird. Eine ebenfalls ausgestellte Serie farbiger Zeichnungen (je 650 Euro) steht in engem Zusammenhang mit den Bildern und zeigt nichts Landschaftliches, sondern: figürliche Studien. Autor ist der Maler Jose Noguero, geboren 1969 in der spanischen Provinz Aragon, der seine Studienjahre in Barcelona, Bristol und Amsterdam verbrachte und seit 1999 in Berlin lebt.

Ein Wesensmerkmal seiner Arbeit liegt in ihrer Vielseitigkeit, denn neben Malerei und Zeichnung besteht sie aus Bildhauerei, Fotografie und Video. Ihr medialer Einsatz geht oft Hand in Hand, so, wenn Noguero’s figürliche Plastiken nur im Bild der Kamera überleben. Fundamental ist für den Künstler auch die Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte. So lernte er 2005 bei einem traditionellen Hindu-Bildhauer im indischen Orissa, 2012 hielt er sich mit einem Stipendium in der Königlichen Spanischen Akademie in Rom auf. Die drei Gemälde entstanden nach dieser Künstlerresidenz. Ihnen liegen Körper- und Gewandstudien zugrunde, die auf das Triptychon einer Kreuzigung von Joos van Cleve (1485-1540) zurückgehen:
Der als Leonardo des Nordens bekannte Maler gehörte der flämischen Schule an. Bei ihm ist die Szene in Natur eingebettet, bei Noguero gewinnt sie die Oberhand. Da und dort sind figurale Spuren noch zu erkennen, lugen hervor unter landschaftlicher Überhöhung.

Die in den Zeichnungen sichtbaren und Plastizität schaffenden Konstruktionslinien von Tüchern oder Leibern werden übersetzt in naturhaft-kosmische Elemente, aus denen Weltenlandschaften mit wechselndem Lichterspiel und tosenden Urkräften entstehen. Überirdische Szenarien und zugleich Landschaften aus Farben, die wie Schleier übereinanderliegen, fließen, tröpfeln und formale Metamorphosen durchlaufen.

Die Titel der Werke - Ytterbium und Dysprosium - stammen von seltenen Erden, deren unterschiedliche Färbungen hier ihren Niederschlag finden. Flämische Landschaften verwandeln sich in Kunsträume, deren ästhetische Dimensionen zu immer neuer Erforschung anregen.


MICHAEL NUNGESSER