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José Noguero
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Beschreibung

Details

José Noguero, ein spanischer Bildhauer, Maler, Zeichner und Fotograf, der in Berlin lebt und arbeitet, hat für seine kunstgeschichtlich wohlinformierte Malerei das Landschaftsbild als Thema. Der Ausbruch aus dem gegenständlich angelegten Bildkonzept in dynamische Farbsetzungen überspielt die Grenzen zwischen Figuration und Abstraktion souverän und treibt den malerischen Prozess als autonome, eigengesetzliche Bildproduktion selbstbewusst voran. Dabei umspielen diese abstrakten Setzungen weiterhin die Bildtiefen von Vorder- Mittel- und Hintergrund. In barocker Üppigkeit vom tief gesetzten Horizont aufsteigend, fasziniert die prozesshafte Farbsetzung. Nogueros Kompositionen in der Malerei lassen offen, ob abstrahierte Natur oder reine Bewegung, Zerstörung oder Entstehung darstellt ist.

Mit seinem Basismedium der Zeichnung dokumentiert, kontrolliert und treibt die Weiterentwicklung ständig voran.

Im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit Nogueros, die sich im Ganzen durch ihr ungewöhnlich breites Repertoire an Medien und Ausdrucksmitteln (wie Skulptur, Malerei, Zeichnung, Objektkunst, Installation, Video und Fotografie) auszeichnet, steht seit 2009 die Malerei. 

Ausgangspunkt vieler Ölbilder ist ein geradezu klassisches Landschaftsmotiv mit wenigen Elementen: ein Baum im Vordergrund, eine weite baumbestandene Ebene mit niedrigem Horizont, ein hoher Himmel. Doch dieses scheinbar traditionelle Schema ist nur Ausgangspunkt und Anlass für eine vehemente und vielschichtige Malerei, die sich von allen figurativen Einschränkungen freimacht.

Die Bilder entstehen in einem langwie­­­­rigen Prozess, dessen zahlreichen Arbeitsschritte immer wieder anhand von Zeichnungen kontrolliert, gelenkt und weitergetrieben werden. Formale Strukturierung sowie das Aufsprengen und Zersplittern aller Strukturen sind die beiden im Widerstreit liegenden Bewegungen, die Nogueros Malerei antreiben. Noguero gelingen mit seinen neuesten Gemälden Bilder von geradezu barocker Opulenz: Über der Landschaft bilden sich geballte Farbwolken, es schießen farbige Blitze über den aufgewühlten, in Malerei-Gewittern sich entladenden Himmel. Es sind dies Bilder, in denen die Vertrautheit des Künstlers mit der Tradition, insbesondere mit der italienischen Kunst aufscheint. Doch diese kunstgeschichtlich wohlinformierte Malerei ist zugleich eine absolut zeitgenössische, indem sie die Grenzen zwischen Figuration und Abstraktion souverän überspielt und den malerischen Prozess als autonome, eigengesetzliche Bildproduktion selbstbewusst vorantreibt.

José Noguero (*1969, Barbastro, Spanien) ist in folgenden Sammlungen vertreten: Museo de Arte Contemporáneo Reina Sofía, Madrid – CAC, Málaga – CDAN, Huesca – ARTIUM, Vitoria-Gasteiz – Fundació Suñol, Barcelona – Diputación General de Aragón – Diputación de Huesca – Ayuntamiento de Pamplona, Navarra – Colección Coca-Cola, Madrid – Künstlerförderung, Berlin.

Details

Details

Künstler José Noguero
Jahr 2010
Größe 42 x 29,7 cm
Technik Bleistift auf Papier
Edition Nicht zutreffend
Ausstellungen José Noguero "Landschaten/Landscapes/Paisajes", 2011